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Marc Chagall und Paul Klee, Pablo Picasso und Otto Dix, Amedeo Modigliani und Francis Bacon, sie alle waren mit Jankel Adler bekannt oder sogar befreundet. Jankel Adler, geboren 1895 in Lodz, gilt als wichtiger Repräsentant und Impulsgeber der Modere. Er stand im Mittelpunkt der künstlerischen Avantgarde der 1920er Jahre und war eine ihrer treibenden Kräfte. Im "Jungen Rheinland" ebenso wie bei den "Kölner Progressiven", im Umfeld der Zeitschriften "Sturm" und "Aktion" auch politisch aktiv, war Adler ein experimentierfreudiger, innovativer und international vernetzter Künstler auf dem Weg zum Ruhm.
 
Die Ausstellung des Von der Heydt-Museums, seit 30 Jahren die erste Retrospektive zu Jankel Adler, zeigt Werke aus allen Schaffensphasen dieses Pioniers und bringt sie in Verbindung mit Schöpfungen seiner Freunde. Anhand von rund 200 Werken, die das Von der Heydt-Museum aus den USA ebenso wie aus Israel, Polen und Großbritannien zusammenholt, lässt sich hier ein Malerrevolutionär wiederentdecken, der  wie Chagall  seine individuelle Position vor dem Hintergrund seiner jüdischen Herkunft definierte, aber ein weltweit verständliches Bildrepertoire formte.
 
Als Mitbegründer der Künstlergruppe "Jung Jiddisch" war er aber auch eine nahezu ideale Projektionsfläche für den heraufziehenden Nationalsozialismus  als Vertreter einer spätexpressionistischen, kubistischen und konstruktivistischen Formensprache galt er den Nazis als Kulturbolschewist. Während er sich selbst 1933 nach Paris und später London retten konnte, wurden seine Werke als "entartete Kunst" gebrandmarkt, in der Ausstellung "entartetet Kunst" 1937 in München gezeigt, aus den Museen gerissen, zu Schleuderpreisen verkauft und teilweise sogar zerstört.
 
Das hinderte Adler jedoch nicht daran, nach dem eigensinnigen, spektakulären Werk der 20er Jahre im Exil zu einem neuen, weltoffenen Stil zu finden, diesen an jüngere, vor allem britische Künstler weiterzuvermitteln und damit maßgeblichen Einfluss auf die Kunst nach 1945 zu nehmen. Seine mystisch geheimnisvolle Kunst, in deren Mittelpunkt die Suche nach einem existenziellen Menschenbild steht, fasziniert bis heute.
17.4. - 12.8.2018
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Öffnungszeiten

Von der Heydt-Museum
Ausstellung Edouard Manet
Di+Mi 11-18 Uhr
Do+Fr 11-20 Uhr
Sa+So 10-18 Uhr
Mo geschlossen
 
Sammlungspräsentationen
Di-So 11-18 Uhr
Do 11-20 Uhr
Mo geschlossen
 
Von der Heydt-Kunsthalle
Di-So 11-18 Uhr
Mo geschlossen

Jankel Adler, Der Künstler, 1927, French & Company, New York © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Jankel Adler, Angelika, 1923, Von der Heydt-Museum Wuppertal © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Otto Dix, An die Schönheit, 1922, Von der Heydt-Museum Wuppertal © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Paul Klee, Mit violettem Fünfeck, 1919, 83, Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum Wuppertal
Foto: Kunst- und Museumsverein Wuppertal, Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

Jankel Adler


und die Avantgarde
Chagall | Dix | Klee | Picasso

aktuell

Bonsoir Monsieur Manet
Abendgespräch
im Von der Heydt-Museum
 
Mitarbeiter des Museums stellen
bei einem Glas Wein ihr Lieblingsthema  zu Manet vor.
 
Mittwoch, 17. Januar, 18.15 Uhr
Dr. Anne Mitzen
Assistentin des Direktors
Spanien ist in Mode
 
Der Eintritt ist frei
 
 
Die Von-der-Heydt-Kunsthalle ist aufgrund der Aufbauarbeiten für
die Ausstellung "
Driss Ouadahi. Systeme der Abgrenzung." bis
zum 25. Februar geschlossen.
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