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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die Forderung der französischen Revolutionäre von 1789 und die "Erklärung der Menschenrechte“ sind Früchte des 18. Jahrhunderts. Ohne sie gäbe es in den westlichen Staaten heute keine moderne Demokratie. Weniger bekannt sind die realen Umstände, unter welchen sie zustande kamen und erkämpft wurden.
 
Noch herrschten damals die Könige Ludwig XIV, XV und XVI, umgeben von einem immens aufwendigen und kostenintensiven Hofstaat in Versailles. Mit ihrer ausschweifenden Lebenshaltung, den Maitressen, Bauprojekten, riesigen Festivitäten und Kriegen brachten sie den französischen Staat an den Rand des Ruins. Mit ihrem absolutistischen Anspruch  "L‘État, c‘est moi“ (ich bin der Staat) hatte Louis XIV verkündet  schufen sie eine Günstlings- und Vetternwirtschaft aus Abhängigkeiten, Gefälligkeiten und Intrigen.
 
Aber in diesem System blühten zugleich die Künste und Wissenschaften, bedeutende Philosophen wie Voltaire und Rousseau oder in Deutschland Immanuel Kant erdachten neue Gesellschaftsmodelle, die alles bis dahin Gültige über den Haufen werfen sollten. Unsere Ausstellung zeigt das Frankreich des 18. Jahrhunderts in dieser Zerreißprobe zwischen Absolutismus und Aufklärung mit seinen revolutionären Ideen und der Beharrungskraft der etablierten Kräfte. Die Kunst dieser Zeit, Régence, Rokoko und beginnender Klassizismus, illustriert in Verbindung mit dem höfischen Leben den Wandel in der Gesellschaft.
 
Als "Bindeglied“ zwischen den verschiedenen Sphären von Alltagsleben, Kunst und Politik führt uns Emmanuel Herzog von Croÿ, dessen Tagebucheintragungen einen ebenso tiefen wie spannenden Blick in das 18. Jahrhundert ermöglichen, durch seine Zeit. Seine Berichte und Erzählungen markieren den Ausgangspunkt für die Analyse und Darstellung der unterschiedlichsten Bereiche und Aspekte des Lebens im Frankreich des 18. Jahrhunderts.
 
In elf Kapiteln erzählt die Ausstellung u. a. von den Maitressen, dem Wohnen in Versailles, der Unterhaltung bei Hof, dem geistigen und intellektuellen Leben, der Gesetzgebung, aber auch von den großen politischen Ereignissen, Kriegen, Friedensschlüssen und der Rolle des Herzogs von Croÿ in diesem Spiel der großen Mächte.
30.10.2018 - 24.2.2019
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Öffnungszeiten

Von der Heydt-Museum
Ausstellung Edouard Manet
Di+Mi 11-18 Uhr
Do+Fr 11-20 Uhr
Sa+So 10-18 Uhr
Mo geschlossen
 
Sammlungspräsentationen
Di-So 11-18 Uhr
Do 11-20 Uhr
Mo geschlossen
 
Von der Heydt-Kunsthalle
Di-So 11-18 Uhr
Mo geschlossen
Jean-Marc Nattier, Bildnis einer Dame, 1741
© GDKE, Landesmuseum Mainz
Unbekannter Künstler, Emmanuel Herzog von Croÿ
Marschall Frankreichs, um 1783, Privatsammlung
Jacques Philippe Lebas, Conversation galante, 1743
Sammlung Lohmann im Von der Heydt-Museum Wuppertal
François Lemoyne, Mädchenkopf, o.J.
Von der Heydt-Museum Wuppertal

Aufbruch zur Freiheit

aktuell


Veranstaltung im Rahmen
der Vortragsreihe zur
Manet-Ausstellung
 
Dienstag, 21. November, 18.15 Uhr
 
Korrespondenzen.
Manet und sein
literarischen Freunde
 
Prof Dr. Karin Westerwelle
Professorin für Romanistik
WWU Münster

 
Im Von der Heydt-Museum
Eintritt frei

Das Zeitalter der Aufklärung
Frankreich im 18. Jahrhundert

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